1. Ausgangslage
Viele motivierte Bewerber für die Ausbildung/ Beschäftigung in der Altenpflege/ im Gesundheitswesen bringen soziale Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Freude an der Arbeit mit Menschen mit. Häufig liegen die Deutschkenntnisse jedoch noch leicht unter dem geforderten B2-Niveau, obwohl eine erfolgreiche Einarbeitung mit gezielter sprachlicher Unterstützung realistisch ist.
Unser Coaching-Konzept schließt diese Lücke.
2. Ziel des Coachings
Ziel ist es Auszubildende, Bewerber und Beschäftigte sprachlich so zu qualifizieren, dass sie:
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sicher und wertschätzend mit den pflegebedürftigen Personen kommunizieren können
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Arbeitsanweisungen verstehen und korrekt umsetzen
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sich aktiv im Team einbringen
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schulische Inhalte der Ausbildung sprachlich bewältigen
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das B2-Niveau erreichen bzw. stabil anwenden
3. Zielgruppe
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Bewerber für die Ausbildung oder für eine Beschäftigung in der Altenpflege /im Gesundheitswesen
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Deutschkenntnisse: A2+/B1 bis B1+
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Fachlich und persönlich geeignet, hohe Motivation zur Weiterentwicklung
4. Inhalte des Coachings
Pflegebezogene Sprachkompetenz
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Wortschatz der Grund- und Behandlungspflege
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Pflegekonzepte, Pflegestandards, Hygiene und Sicherheit
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Alltagssprache im Umgang mit älteren und kranken Menschen
Mündliche Kommunikation
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Gesprächsführung mit Bewohnern/ Patienten (respektvoll, verständlich, empathisch)
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Kommunikation mit Angehörigen (Grundlagen)
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Rückfragen stellen, Unsicherheiten ansprechen
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Teamkommunikation und Übergaben
Schriftliche Kommunikation
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einfache Pflegedokumentation
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kurze Berichte, Notizen und interne Mitteilungen
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Vorbereitung auf schulische Prüfungsformate
5. Methodik & Didaktik
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praxisnahes, handlungsorientiertes Lernen
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Rollenspiele aus dem Pflegealltag
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Arbeit mit realistischen Situationen aus dem beruflichen Kontext
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klare sprachliche Strukturen statt theoretischer Grammatik
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regelmäßige Lernstandskontrollen
6. Organisation & Ablauf
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Einzel- oder Kleingruppen-Coaching
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online oder in Präsenz möglich
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flexibel einsetzbar:
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vor Ausbildungs- und Beschäftigungsbeginn (Vorkurs)
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begleitend während der ersten Ausbildungs- und Beschäftigungsmonate
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Dauer:
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ca. 8–16 Wochen (abhängig vom Startniveau)
7. Mehrwert für die Einrichtung
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größerer Bewerberpool bei gleichbleibenden Qualitätsstandards
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höhere Ausbildungs- und Einarbeitungserfolgsquote
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schnellere Integration ins Team
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mehr Sicherheit in der Bewohner-/Patientenkommunikation
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Entlastung der Praxisanleiter
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langfristige Bindung und Senkung der Fluktuation
